Gäste-Lernplan

Als Gast unterrichten 2.0 an der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule

Am Freitag, den 01.11.2013 werden 2.0 LehrerInnen bei uns in allen Klassen (Jahrgänge 7.– 11. Klasse) in Dopplestunden unterrichten mit den SchülerInnen lernen.

Gezeigt werden soll:

  •   wie mit dem Lernen 2.0 die Selbständigkeit gefördert werden kann
  •   wie kollaboratives Lernen in Gruppen funktioniert
  •   wie interessengeleitetes Lernen durch „Lernen 2.0“ unterstützt werden kann
  •   wie dadurch größere, schnellere Lernfortschritte erzielt werden können.

Es wird auch Lernen1.0 an der Stephan-Schule zu sehen sie, wobei es Unterricht im Fezerzangenbowlenstil bei uns kaum gibt.

Hier ein Überblick, was wer anbietet:

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 12.01.40

Der Unterricht kann fachbezogen sein. (Mathematik, Englisch, Erdkunde etc.)

Der Unterricht kann fachübergreifend sein. (eine Stadt erkunden, einen Blog einrichten, einen EduHack veranstalten etc)

Der Unterricht kann eine Einführung in den Umgang mit dem Einsatz von Handys, von bestimmten Programmen etc. sein.

Die Klassen werden aus ca. 20 Schüler/innen bestehen. Sollen thematische Interessengruppen zusammengestellt werden, so ist auch dies möglich.

Immer ist noch mindestens ein Kollege/in aus der Schule dabei, der/die die Klasse gut kennt,

Nach erfolgter Anmeldung wird ein Kontakt zu dem/der Kollegen/in über uns für Absprachen organisatorischer Art, Informationen zur Lerngruppe etc., hergestellt. Eine Hospitation vorab in der Schule, in der Lerngruppe, ist möglich.

Der zeitliche Umfang des Unterrichts soll etwa eine Doppelstunde ( 90 Minuten) oder ggf. auch mehr sein.

Im Raum werden auch ca. fünf Gäste zum Hospitieren sein. Dies werden Praktiker sein, die größtenteils bisher nicht in dieser Art unterrichten, sich aber auf den Weg machen wollen.

Gezeigt werden soll, wie mit dem Lernen 2.0 die Selbständigkeit gefördert werden kann, wie kollaboratives Lernen in Gruppen funktioniert, wie interessengeleitetes Lernen durch „Leernen 2.0“ unterstützt werden kann und wie dadurch größere, schnellere Lernfortschritte erzielt werden können. Dies alles wird ggf. eher nur tendenziell zu beobachten sein.

Auf jeden Fall stoßen die Teilnehmer/innen auf ein offenes, reformfreudiges Kollegium – und unsere SchülerInnen sind einfach nur toll.

J. Großpietsch / Schulleiter

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2 Gedanken zu “Gäste-Lernplan”

  1. Jetzt muss ich mich doch mal zu Wort melden!

    In den vier bullet points oben, was man tolles mit Web 2.0 beim Lernen erreichen kann, steht unter bullet 4:
    „wie dadurch größere, schnellere Lernfortschritte erzielt werden können.“

    Das ist die Logik des neoliberalen „Effizienz“-Lernens! Schneller, größer, besser …
    Es geht aber nicht darum, etwas(irgendetwas, das gleiche wie bisher) in kürzerer Zeit, und dann mehr davon zu lernen. Wenn das das Ziel ist, dann werden mit G8 und Bachelor – huschhusch – vor allem die Dinge zu lernen ausgeschlossen, die nun mal Zeit brauchen: Selbstständig Denken lernen, Persönlichkeit bilden, Werte wie demokratisch Handeln usw.
    ZEIT brauchen tiefgehende reflexive Lernprozesse. ZEIT, herauszufinden, was der persönliche Sinn ist, was man sein und werden will, Fehler dabei zu machen, die man im Austausch mit anderen wieder korrigieren lernt. ZEIT zu wachsen. Entwicklungszeit. Lernen zum autonomen Erwachsenen zu werden, der nicht fragt „Was SOLL ich tun?“, sondern „was WILL ich tun“, braucht Inkubationszeit. Um dass effektiv – d.h. wirksam! – zu machen, darf man sich das Lernen nicht *huschhusch* und *hexhex* vorstellen. Eine Erfahrung muss z.B. überschlafen werden, damit sie sinnvoll ausgewertet werden kann. Und sie muss mit vielen Perspektiven von anderen im Austausch bequatscht werden, damit sich reflexiv überhaupt was ereignen kann, was irgendeinen Bestand hat.
    Kurz: Was nicht effektiv ist, kann auch nicht effizient werden. (Aus gutem Grund unterscheiden sogar die BWLer diese beiden Begriffe!)

    Wenn wir möglichst schnell möglichst vielen irgendetwas (den Kanon, das Curriculum) reinrammen wollen, dann kommen wir genau zu dem System, das wir haben: Dem booklearning aus der Industriegesellschaft. Dort hatte das einen Sinn, denn dort ging es nur darum, möglichst schnell möglichst vielen Lesen und Schreiben beizubringen, damit sie die ANWEISUNGEN ihrer Chefs verstehen und brav umsetzen können.
    Aber heute geht es um es etwas anderes. Es geht darum, möglichst vielen Leuten zu ermöglichen, sich selbst zu verantwortungsvollen autonomen Menschen zu bilden, damit sie für die Zukunft der ganzen Menschheit sorgen können.

    Also: Hetzt nicht, wenn es um wirklich bedeutsame Lernaufgaben geht. Denn dafür, in Hetze Bullimiebullshit zu lernen, haben wir wirklich keine Zeit!

    • Eine sehr sympathische Stellungnahme, die sich weitgehend mit meinem Interesse und Ansatz deckt.

      Was allerdings nicht immer selbstverständlich scheinen mir die Lehr-und Lern-Ziele!

      Es gibt sicherlich eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Entscheidern und auch Lehrerinnen und Lehrern, die einen schnellen Lernerfolg von als für beruflichen Erfolg unbedingt notwendigen Kenntnissen und Fertigkeiten anstreben. Mehr ist nicht gewollt! – Auch politisch kann ich die Mittelverteilung oft nicht anders deuten.

      An diesem Punkt widerspreche ich der geschätzten Kollegin Roth also und fordere, auch die politische Auseinandersetzung und die gesellschaftliche Klärung und Weiterentwicklung gemeinsamer, der demokratischen und pluralistischen Wissensgesellschaft angemessener Ziele voran zu treiben.

      Wahrscheinlich sind wir uns im Grunde gar nicht uneins. Es drängt mich dennoch, es auszudrücken.

      Dem LenLab wünsche ich – aus dem fernen Freiburg mitlesend – viel Erfolg!

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