Projekte LernLab

Hier stellen wir Projekte, Fächer & mobile Methoden des LernLabBerlin vor

Projekte und Entwürfe von @crizteen @scheppler mediale pfade @martinriemer @lisarosa @gibro @tastenspieler @herrlarbig @yellieorange @ue_trainer Julia von Weiler @iiddeutschland @lammatini  Dominik Wagner und LehrerInnen der Heinrich-von-Stephan-Schule

@crizteen: creative Commons

Anhand von Showcases, Rollenspiel, Infografik und Quiz möchte ich mit den Schülerinnen und Schüler (und interessierte Kollegen natürlich auch!) ein umfassendes Verständnis zu Entstehung, praktischer Bedeutung und Problematik geistigen Eigentums bzw. des Urheberrechts entwickeln. In einem zweiten Schritt geht es um das Kennenlernen von Copyleft und Free-Culture/ Remixculture und damit unmittelbar zusammenhängend der Creative Commons Idee.
Hier wir es ganz praktische Webtours geben, bei denen die Schülerinnen und Schüler entdecken, wo sie freie Inhalte im Netz finden und wie sie diese nutzen können. Alle Einheiten werden durch einen abwechslungsreichen Methodenmix und informative Handouts unterstützt.

René Scheppler: Liebeslyrik in Deutsch – unterstützt von einer digitalen KlassenCommunity

thematisch: Ein vielseitiges Thema, das von Alters her für Gefühlstaumel, Streitigkeiten und viel Gesprächsstoff sorgt, ist die Liebe. Jeder sehnt sich die große Liebe herbei und hadert, wenn sie auf sich warten lässt. Liebesfreud und -leid liegen oft ganz eng beieinander, denn Gefühle können sich schnell ändern. Auf Grund ihrer universellen Bedeutung für die Menschen war und ist Liebe auch in der Literatur ein zentrales Thema. Gerade in Gedichten verarbeiten Autoren ihre Wünsche und Sehnsüchte, setzen ihrer wahren Liebe ein Denkmal oder schreiben sich bittere Enttäuschung von der Seele. (aus „Lyrik erleben – Liebe“, Verlag an der Ruhr)

methodisch: Mehrere Gedichte werden von den Schülern bearbeitet. Sie nutzen dazu eine eigene Online-Community, in der jeder partizipieren kann. Die Schüler füllen in Form eines twitterähnlichen Streams die Plattform mit ihren Gedanken. Sie können gegenseitig Bezug nehmen, so dass jede Meinung/Ansicht zunächst gleichviel gewichtet und wahrgenommen wird. In der näheren Auseinandersetzung mit einem einzelnen Gedicht greifen die Schüler die Äußerungen ihrer Mitschüler auf und begegnen sich somit auf Augenhöhe. Diese Auseinandersetzung mündet in erste Blogbeiträge, die wiederum Ausgangspunkt für Kommentare und Reflexion sein können.
Durch das Modell einer eigenen Plattform werden alle Äußerungen zusammengeführt und untereinander transparent gemacht.
Transfer ins EduCamp: Es werden also bekannte, methodische Ansätze wie z.B. das Schreibgespräch aufgegriffen und mit den Möglichkeiten des Digitalen fortgeführt. Ob und inwieweit dabei etwas „Neues“ entsteht, wäre diskussionswürdig im weiteren EduCamp #ecb13.

creative hackspace von den medialen pfaden

creative hack space

Medien sind allgegenwärtig, doch nur ein Bruchteil der Möglichkeiten wird genutzt – auch von Jugendlichen. Der workshop space gibt Einblicke in kreativen Umgang mit Technik, lädt ein zum anfassen und entdecken und möchte Augenöffner für die vielen, kreativen Möglichkeiten mit Technologien sein.

Zu erkunden gibt es:

makey makey, oder von der Faszination, mit Bananen Videospiele zu steuern
visuals, oder von der Faszination, Hauswände mit eigenen Videos zu bespielen
smarte musik, oder von der Faszination mit dem Smartphone selbst Musik zu machen
kinect, oder von der Faszination magischer Controller

@martinriemer und SchülerInnen machen ein Hörspiel

Mein Praxisbeispiel in der Klasse J4 (kollaboratives Erstellen eines Textes für ein Kurzhörspiel, danach Orchestrierung des Ablaufes der einzustudierenden Sprechrollen, danach Tonaufnahme und Veröffentlichung im Internet) soll zeigen, wie auf einfache Art und Weise eine Verbindung Klassenraum-Internet geknüpft werden kann.
Ein Lern-Produkt entsteht in nur 90 Minuten – durch Mitwirkung der Schüler, der Klassenlehrerin, vielleicht auch der anwesenden Gäste und mir –, und wird aus dem Unterricht heraus im Netz publiziert.

Ablauf:

1. Kollaboratives Schreiben eines kurzen, abwechlungsreichen Textes mit den SuS auf einem Textdokument oder einem Pad im Netz; der Beamer wirft den entstehenden Text für alle an die Wand (es darf rumgesponnen werden, es müssen nicht alle SuS schreiben, manchmal geht das über Zuruf besser)
2. Der entstandene Text wird in sprechgerechte Häppchen umgewandelt, das verstärkt die Hör-Attraktivität
3. Auf einer Zeitleiste auf Packpapier die an einer Klassenraumwand hängt (bei mehr Praxis-Zeit könnten die SuS auch mit einem Online-Zeitleisten-Werkzeug arbeiten), werden zwei horizontale Ereignislinien eingezeichnet: „Text“ und „Atmospäre“, die Orchestrierung der zu sprechenden Rollen, (siehe „Text“) sowie der unterstützenden und den Text beschreibenden Bestandteile, (siehe „Atmosphäre“) Singen, Pfeifen, Schreie, Flüstern, Erzählen, usw…“ werden dadurch für die SuS nachvollziehbar in eine Ereignis-Parellelität oder Assynchronität, und für alle Beteiligten von der Klassenraum-Wand ablesbar, aufgeschrieben.
Grafisch und textlich wird festgelegt: Wer wird was zu welchem Zeitpunkt sagen, sprechen, singen, jodeln, usw…? Was passiert an der, an der und an der Stelle des Hörspiels?
4. Der entstandene Ablauf wird von den SuS eingeübt und bei Zufriedenheit aller SuS mit Mikrofon aufgezeichnet.
5. Die entstandene mp3 wird bei SoundCloud.com hochgeladen, und damit allen interessierten Hörerinnen und Hörern zur Verfügung gestellt.

Hoffnungsvoller Ausblick:

Ich behaupte, dass die Inhalte von Schulfächern, wenn diese sich mit den Inhalten, die aus den Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler stammen, vermischen, in dieser narrativen und medialen Hörspiel-Struktur quasi eine Renaissance erleben, ähnlich der schon erfolgreichen, videobasierten Lerninhalte.
Selbsterstellte Inhalte, die in überraschenden Transport-Kanälen angeboten werden, und die die Schüler mit ihren Smartphones mitnehmen können, können zu einem erfolgreichen und gutgelaunten Lernen führen. Wir brauchen also nicht das Lernen neu zu erfinden, wir sollten eher versuchen, nichtschulischen und schulischen Bereichen ein soziales Update zu verpassen; das Digitale geschieht automatisch.

@gibro und die Podcasts als Radio für alle

Podcasts werden häufig in der Kategorie Internetradio einsortiert. Davon haben sich aber die bestehenden Formate weit entfernt. Podcasts Audiodaten, die abonniert werden können. In den letzten Jahren haben sich dank der regen Community im Internet die technischen Grundlagen soweit verbessert, dass es nicht nur einfacher würde Podcasts zu produzieren und zu veröffentlichen, sondern auch der Weg frei würde für eine innovationswelle an neuen Formaten:

* Skype Gespräche mit (weit) entfernten Menschen
* Wissenssendungen
* Hörspiele
* interaktiven Livesendungen

Das was wir aus dem Radio kennen lässt sich auf der Basis des Internets vollkommen neu denken und bietet in sofern auch den Amateuren die Möglichkeit die Produktion nicht mehr von denen der Profis zu unterscheiden.

Podcasts machen die Schüler_innen zu Lehrenden, zu Autoren. Im Learnlab werden die Schüler_innen in Kleingruppen nach einer kurzen Einführung selbst ein Format konzipieren und eine erste Sendung mit ihrem Smartphone aufzeichnen. Alles was dazu nötig ist, ist ein Smartphone mit Zugang zum Internet.

Podcasts brauchen kaum Bandbreite und können im Gegensatz zu Videos auch dann veröffentlicht bzw. rezipiert werden, wenn das Internet nicht in voller Bandbreite zur Verfügung steht.

@HerrLarbig zeigt das Etherpad

In der Mittelstufenklasse M1 (Kooperation mit Frau Arlt-Gleim) lernen die Schülerinnen mit Etherpad ein Werkzeug kennen, das es ihnen ermöglicht, zusammen Texte zu erstellen, ohne dass sie dazu in der Schule sein oder zur gleichen Zeit arbeiten müssen. Das Werkzeug ermöglicht es dennoch zu sehen, wer wann was erarbeitet hat. Es braucht einen vollfunktionsfähigen Computerraum mit zuverlässiger Internetanbindung und mit Beamer. Die Schülerinnen und Schüler haben bitte alle Ihre Deutschsachen dabei, weil es eine Deutschstunde werden wird.

Duett zwischen Torsten Larbig und André Spang

Es ist noch zu früh, es en detail zu verkünden. Aber: @herrlabrig und @tastenspieler wollen zeigen, wie zwei Lehrer in zwei fächern und zwei Klassenzimmern (Schulen) kollaborativ und individuell an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. @Herrlarbig schreibt dazu:
Mit der Oberstufenklasse gehe ich in ein Kooperationsprojekt mit André Spang und hier soll Vernetzung produktiv genutzt und gezeigt / getestet werden, was möglich ist. Auch hierfür wäre ein PC-Raum mit funktionierender Internetanbindung gut oder so viele Tablets, das max. 2 SuS gemeinsam arbeiten können. (SuS dürfen natürlich auch eventuell vorhandene eigene Tablets / Smartphones mitbringen, so man mit diesen in Netz kommt)

Bildschirmfoto 2013-10-27 um 17.51.36

Mein Blog als Tor zur Welt (Lisa Rosa, shifting school)

Nach dem Motto „Hetzt uns nicht, wir sind hier beim Lernen und nicht auf der Flucht!“ beginnen wir am Lernlab-Tag ein längerfristiges Projekt mit dem Titel „Mein Blog – mein Tor zur Welt“. Jeder lernt mit seinem persönlichen Blog nach seinen individuellen Bedürfnissen und im ständigen Austausch mit anderen. Die Anderen sind die Freunde, Peers und Erwachsenen im Lebensumfeld (also auch die Schule), aber es werden zunehmend auch Menschen außerhalb dieser Kreise sein, in Berlin, in Deutschland, vielleicht auch anderswo auf der Welt. Sie fordern uns heraus mit ihren Statements und Fragen, unterstützen uns mit ihrem Wissen und Können und ermutigen uns mit ihrem Zuspruch. Im Austausch mit ihnen können wir uns zu Experten unserer eigenen Interessengebiete herausbilden, sei unsere Leidenschaft nun dem Skaten oder Kochen, der englischen Sprache, dem Umweltschutz, der Stadtteilforschung oder der Eichhörnchenbeobachtung gewidmet.
Nebenbei lernen wir auch, wie man sich zum eigenen und zum Wohle anderer vernetzt; wir lernen Schreiben und natürlich auch alles Mögliche von der allseits gewünschten Medienkompetenz. Nur eben nicht alles auf einmal und sofort. Denn gut Ding will Weile haben. Die Blogs werden zunächst an Desktop-Rechnern oder Laptops gebaut. Später können sie auch mit Tablets oder Smartphones bespielt werden.

Lernwerkstatt: Hören und Sehen

Tumblr und Tablets für das Lernen nutzen. Wir arbeiten mit Tablets im Klassenraum und wir gehen vor die Tür. Wir rätseln gemeinsam, machen Tonaufaufnahmen und Fotos zum Thema „Hören und Sehen“. Das Lernlabor hat eine digitale Basis im Netz. Arbeitsanregungen werden auf der Seite von Tim Krumkühler aka @UE_Trainer gezeigt.

Sexting, na und? Machen doch alle!

Es ist Alltag für Kinder und Jugendliche, sich in Chats und sozialen Netzwerken zu bewegen. Julia von Weiler gibt in zwei Workshops Tipps und Ratschläge, wie man sicherer chattet – und wie man auf übergriffiges Verhalten reagiert. Sie stellt auch die Präventions-App „Clever im Netz“ vor.

Sexting – na und? Machen doch alle. Sei clever im Netz. Für Jugendliche ab Klasse 7

Online kann ich machen, was ich will. Oder? Facebook und Co clever nutzen

Stephan-Lehrer testen feedbackchannel

Das Team der Stephan-Schule wird am Freitag das Instrument des backchannels testen. Vorbild ist Corinna Lammerts Interpretation (siehe @lammatini hier in diesem post), das eingesetzte Tool kommt von letsfeedback. Das Start up hat, gefördert durch das bayerische Wirtschaftsministerium, ein handy bzw. App-gesteuertes Instrument entwickelt, mit dem auch in großen Gruppen gezielte Rückmeldungen und Meinungsbilder möglich sind.

Backchannel schafft Klassen-Netzgemeinde

Corinna Lammert @lammatini

Ein Eckpfeiler herkömmlichen Unterrichts ist das Unterrichtsgespräch.
Unschlagbar, wenn es um die diskursive Erschließung von Sachverhalten geht. Kompetent geleitet stellt es die hohe Kunst des Unterrichtens dar. Leitung bedeutet aber gleichzeitig Lenkung – und Auswahl auf das festgelegte Lernziel. Andere relevante Impulse aus der Lerngruppe können unter Umständen für den Lernprozess nicht angemessen berücksichtigt werden.

Was wäre also, wenn die SchülerInnen im Unterrichtsgespräch einen zweiten Kommunikationskanal hätten, einen digitalen „Backchannel“? Wenn die LehrerIn einen Teil der Gesprächskontrolle an die Lerngruppe abgeben würde? Wenn keine Schülerin und kein Schüler darauf warten müsste, bis sie/er von der LehrerIn aufgerufen wird? Wenn kein Impuls verloren ginge, nur weil das analoge Gespräch sich gerade in eine andere Richtung bewegt? Wenn alle untereinander kommunizieren und sich gegenseitig kommentieren könnten?
Kurz: Wenn die Klasse zur Netzgemeinde würde?

Dass das von allen Beteiligten zu bewältigen sein kann, soll beim LernLabBerlin am Beispiel einer Diskussion im Geschichtsunterricht gezeigt werden.

Corinna Lammert ist Lehrerin an einem niedersächsischen Gymnasium und Encouraging-Trainerin.

Musik zum Mitmachen

In Berlin macht er Beats, Vines, Tweets und Wikis. Wer André J. Spang aka @Tastenspieler am Kaiserin-Augusta-Gymnasium in Köln erlebt hat, der weiss was das heißt: Spang lässt die Schüler Songs schreiben und Stimme aufnehmen, er lässt sie auf Tablets Musik mischen und stellt das ganze dann auf Plattformen zum Anhören bereit. @Tastenspieler ist Oberstudienrat für Musik und Religion. Er studierte Theologie und Musik in Saarbrücken, Jazzpiano in Köln und Arrangement und Filmscoring in Boston, wo er 1996 seinen ersten Kontakt mit WWW und E-Mail hatte. Computer und neue Medien setzt er schon immer in seinem Unterricht ein. Spang ist de facto der Web-2.0-Lehrer seiner Schule, er hat ein SchulWiki-Köln initiiert, erstellt OER und iBooks mit seinen Lernern und spielt auf allen Tasten.
Sein Motto: explore.remix.create.share
Seine Tags: #ipaded #oer #lrn21 #edchatde

Augmented Fibel

„Der Designer Dominik Wagner will mit Lehrern und Schülern die Wirksamkeit seines experimentellen Schulbuchs testen. Aus dem Forschungsprojekt indes entstand dieses Schulbuch, das über eine App mit digitalen Elementen erweitert wird. So wird das klassische Schulbuch zu einer Bühne für multimediale und interaktive Inhalte.“
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